Technische Universität Kaiserslautern

Die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) hat umfangreiche Erfahrung im Bereich der Nachwuchsförderung. Insbesondere wurden seit 2002 108 JP an der TUK ernannt; davon sind zum Stichtag noch 36 JP an der TUK tätig, 57 sind inzwischen auf einer Lebenszeitprofessur angekommen. Fünfzehn der bisherigen JP hatten eine Tenure-Track-Option, davon waren 5 weiblich.

Die TUK etabliert ein neues Tenure-Track-System (TT-System), das vollständig an internationale Standards anpasst ist und die Rolle von TT-Professuren im Berufungssystem der TUK qualitativ und quantitativ stärken wird. Dieses TT-System unterstützt Laufbahnen, die auf einer befristeten W1- oder W2-Stelle beginnen und bei positiver Tenure-Entscheidung in eine W2- oder W3-Lebenszeitprofessur überführt werden.

Das neue TUK TT-System wird satzungsförmig geregelt und stützt sich auf einen qualitätsgesicherten Prozess nach internationalen Standards. Neue Elemente sind eine Vereinbarung der Bewährungsziele, um die Leistungsvoraussetzungen transparent zu machen, und eine Tenure-Evaluation mit universitätsübergreifend besetzter Tenure-Kommission. Das neue TT-System wird zentral im Berufungssystem der TUK verankert. Als wichtiges systemisches Instrument wird die TUK die zentrale Stellenbewirtschaftung der W-Stellen weiter ausbauen.

Um dem neuen Karriereweg einen kraftvollen Start zu geben und die Universität insgesamt inhaltlich und strukturell weiterzuentwickeln, beantragt die TUK die Förderung von Tenure-Track-Professuren im Bund-Länder-Programm. Damit sollen drei Ziele erreicht werden:

  1. Das Tenure-Track-System soll die Berufungspraxis nachhaltig verändern: Dazu wird die TUK in Zukunft 25 % der Lebenszeitprofessuren über Tenure Track besetzen.
  2. Der Karriereweg soll von vornherein in der Breite der TUK eingeführt werden: Alle Fachbereiche, die aktuell keine TT-Verfahren haben, werden mit einer TT-Professur unterstützt.
  3. Strukturell wichtige Forschungsthemen sollen gestärkt werden: Die TT-Professuren werden zu aktuell wichtigen Themen forschen (z.B im Bereich Energie) und existierende Sonderforschungsbereiche stärken.