Universität Bremen

Die Universität Bremen – gegründet als Reformuniversität Anfang der 1970er Jahre – hat das Ziel, sowohl jungen als auch etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern optimale Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre zu schaffen.

Bereits durch ihr Modell der Juniorprofessur mit „Bremer Perspektive“ konnte die Universität in den vergangenen Jahren Erfahrungen sammeln und nutzt diese nun bei der nachhaltigen Einführung und Ausgestaltung der echten Tenure-Track-Professur. Tenure-Track-Professuren werden immer mit einer Zusage auf eine Lebenszeitprofessur nach positiver Evaluation ausgeschrieben. Die Berufungsverfahren erfolgen transparent und qualitätsgesichert mit Beteiligung von externer und internationaler Expertise. Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren führen Berufungs- und Ausstattungsverhandlungen, haben Anspruch auf ein Forschungsfreisemester und sind mit allen Rechten und Pflichten einer Professur ausgestattet. Damit die Evaluation transparent erfolgt, werden in einer Evaluationsvereinbarung Kriterien und Erwartungen fest verabredet. Eine ständige Kommission für Tenure-Track-Verfahren (Tenure-Board) entwickelt allgemeine Kriterien für die Evaluationsvereinbarung und spricht Empfehlungen zur Ausgestaltung und Verbesserung der Verfahren aus, um universitätsweit einheitliche Qualitätsstandards sowie Transparenz und Verfahrenssicherheit der Evaluationen zu gewährleisten. Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren nehmen an den Angeboten der Personalentwicklung teil und erhalten maßgeschneiderte Unterstützung.

Die Universität wird nicht nur die Tenure-Track-Professur als planbaren Karriereweg verankern, sondern auch die Personalstruktur im Akademischen Mittelbau weiterentwickeln. Unbefristete, wissenschaftlich selbständige Positionen von Senior Researcher und Senior Lecturer, die nur über ein Tenure-Verfahren zu erreichen sind, eröffnen neue Karrierewege neben der Professur.