Universität Freiburg

Die Universität Freiburg hat bereits während der ersten Exzellenzinitiative die Tenure-Track-Professur systematisch als strategisches Instrument etabliert. Um hervorragend qualifizierten Nachwuchsgruppenleiter_innen die Möglichkeit zu eröffnen, sich eigenverantwortlich für eine Leitungsposition in der Wissenschaft zu qualifizieren, integrierte die Universität Freiburg die damals noch als Juniorprofessur mit Tenure Track bezeichnete Personalkategorie im „Nachwuchsforschergruppenprogramm“ ihres Zukunftskonzepts. Des Weiteren regelte die Universität Freiburg die Tenure-Verfahren und deren Qualitätssicherung seit 2012 in einem Leitfaden, der die notwendigen Abläufe für alle Beteiligten klar strukturierte und transparent ausgestaltete und der nun zu einer Satzung mit Qualitätssicherungskonzept weiterentwickelt wurde. Alle Informationen zu Karriereförderung und Karriereoptionen inkl. Tenure Track stellt die Universität Freiburg auf ihrer Karriere-Website zur Verfügung.

Wichtig für die Weiterentwicklung der Personalstruktur und des Karrieresystems an der Universität Freiburg ist, dass die Tenure-Track-Professur ein zentrales, aber nicht das alleinige Instrument zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses darstellt. Grundsätzlich verfolgt die Universität drei Kernziele:

  1. die frühzeitige Förderung der Karrieren von Doktorand_innen als First Stage Researcher
  2. die Ausdifferenzierung der Personalkategorien neben der Professur sowie mittelfristig eine Besetzung von bis zu 40 % der aus Landesmitteln finanzierten Stellen für Mitarbeiter_innen mit akademischem Grad auf Dauerstellen
  3. bis 2030 die Besetzung von ca. 30 % aller Lebenszeitprofessuren im nichtmedizinischen Bereich über den Karriereweg der Tenure-Track-Professur.

Je nach Qualifikationsniveau und Karriereziel stehen Wissenschaftler_innen somit ab der Promotionsphase verschiedene Karrierewege offen. Die Nachwuchsförderung und das Personalentwicklungskonzept der Universität Freiburg tragen dabei dem Umstand Rechnung, dass das innerakademische Karrieresystem prinzipiell durchlässig ist und wissenschaftliche Karrieren durch eine hohe Mobilität gekennzeichnet sind.